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Sedimentgesteine: Geschiebe aus den nördlichen Kalkalpen und dem Alpenvorland
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Kalktuff
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Im Alpenvorland an vielen Stellen anzutreffende Ablagerung,
die in nicht wenigen Steinbrüchen aufgrund seiner Eignung als Baustein abgebaut wurde.
Z.B. Kalktuffbruch bei Polling.
Viele alte Kirchen und Bauernhöfe etc. im Alpenvorland wurden aus diesem Material gebaut.
Kalktuff entsteht durch den Entzug von Kohlensäure aus
kalziumkarbonatreichen Wässern und der damit einhergehenden
Ausfällung von kohlensaurem Kalk unter Mithilfe von diversen
Mikroorganismen in fliessendem Wasser.
Alter: Quartär (Holozän)
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Blätter
in einem Kalksinter.
Fundort in der Umgebung von Polling.
Sehr häufig sind Blätter, Stängel usw. vom Kalktuff umschlossen.
Auch Pflanzen entziehen dem Quellwasser CO2 und tragen damit zur Ausscheidung des Kalkes bei.
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Lösskindl
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Kalkkonkretion aus der Eiszeit
Helle, sehr feinkörnige Grundmasse aus Kalk. Enthalten sind auch feinste Hellglimmer- und Quarzbruchstücke.
Charakteristisch sind die vielfältigen Knollenformen.
Löss ist ein eiszeitliches, äolisches (durch Wind angewehtes) Staubsediment mit hohem Kalkgehalt (bis 20 %), sowie weiterhin Quarz und andere Mineralkomponenten.
Lösskindl entstehen durch die Ausscheidung von Kalk aus kalkreichen Sickerwässern im tieferen Lösshorizont.
Alter: Quartär (Pleistozän)
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Lösslehm, entsteht durch verwitterungsbedingte Entkalkung von Löss.
Die einige Meter mächtige Lehmzunge zwischen Berg am Laim und Ismaning lieferte das Rohmaterial der ehemaligen Ziegeleien.
Baugrubenaufschluss in München-Steinhausen.
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Konglomerat
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Konglomerate sind verfestigte Schmelzwasser-Schotterfelder, welche sich im Vorfeld von Endmoränen abgesetzt haben. Das Bindemittel ist Calcit.
Die Geröllbestandteile umfassen ein weites Spektrum an Gesteinen alpiner Herkunft welche mit den Gletschern der letzten Eiszeiten herantransportiert wurden.
Nagelfluh
ist die lokale Bezeichnung für ein jungtertiäres, grobkörniges, zum Teil löcheriges Konglomerat des nördlichen Alpenrandbereiches.
In Süden von München schneidet sich die Isar in die harten
Nagelfluhbänke und Deckenschotter ein.
Bis zum Ausbau der Isar fungierten diese, auch im Hinblick auf den
Kristallingesteinsanteil, als wichtige Geschiebelieferanten.
Alter: Quartär, Tertiär
Nagelfluhfelsen am Isartalhang
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Aufschluss eines
tertiären Molassekonglomerates
an der Ammer (westl. Saulgrub, "Scheibum").
Bei älteren Konglomeraten aus dem Tertiär sind die Hohlräume zwischen den Geröllkomponenten vollständig ausgefüllt, das Gestein wirkt betonartig.
Sog. Untere Bunte Molasse, Oligozän (Chatt)
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Flinz
- (sandstein)
Hier ein schwach gebundener Sandstein mit hohem Gehalt an Glimmerplättchen (" Flinserln ").
Es handelt sich beim Flinz um feinsandige, schluffige bis mergelige Fluss- und/oder Seeablagerungen.
Er unterlagert im Raum München den etwa 10 m mächtigen würmeiszeitlichen Deckenschotter.
Der Flinz ist das jüngste Schichtglied der Oberen Süsswassermolasse.
Alter: Tertiär
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Im
Renaturierungsbereich
der Isar (im Bereich München) ist Flinzsandstein an einigen Stellen frisch aufgeschlossen.
An der Schichtgrenze Schotter/Tertiär treten am Isarhochufer an vielen Stellen Quellen auf, welche früher der Wasserversorgung der Stadt dienten.
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Molassesandstein
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Sandstein der Faltenmolasse, sicherlich aus den Bausteinschichten.
Das Gestein ist calcitisch gebunden. Als Komponenten treten fein- bis mittelkörnige Gesteinsbruchstücke aus Kalk und/oder Dolomit, Quarz und evtl. Feldspatkörner sowie Glimmer auf. Diffus fein verteilte schwarze Pünktchen sind Pyrit, Leukoxen und andere Schwermineralkomponenten. Es können auch schwarze Komponenten vorkommen, dabei handelt es sich um Pflanzenreste.
Der Sandstein ist unverwittert meist grau, verwittert herrschen gelbe bis gelbbraune Töne vor.
Auffällig an diesem Exemplar sind die eingeschlossenen Schalenreste.
Sandsteine aus den Bausteinschichten wurden häufig als Baumaterial verwendet. Herkunft: Umgebung von Bad Tölz.
Alter: Tertiär (Oligozän)
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Mergel mit vielen Turritellen
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Mergel (also ein Gestein aus Kalk und Ton in unterschiedlichen Mengenanteilen) aus der gefalteten Molasse, hier mit vielen Schneckenschalen.
Die angeschnittenen Fossilien sind Turritellen (Turmschnecken) mit sehr guter Erhaltung.
Das Gestein entstammt höchstwahrscheinlich den Tonmergelschichten. Herkunft: z.B. Umgebung von Bad Tölz.
Alter: Tertiär (Oligozän)
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Aufschluss von
tertiärem Tonmergel
an der Ammer (westl. Saulgrub)
In der Abbildung eine einzelne Molassesandsteinbank, nahezu senkrecht aufgerichtet, innerhalb steilstehender Tonmergelschichten.
Molasse, Oligozän (Rupel)
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Cyrenenschichten
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Sandstein der Faltenmolasse, hier mit massenhaft auftretenden Muschelschalen.
Es handelt sich wohl in der Hauptsache um Cyrenen (Polymesoda).
Das Gestein entstammt sicherlich den marinen Bausteinschichten der Brackwassermolasse.
(" Cyrenenschichten ").
Herkunft: Umgebung von Bad Tölz.
Alter: Tertiär (Oligozän)
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Nummulitenschichten
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Die Nummulitenschichten bestehen aus fossilreichen Kalksteinen bis Kalksandsteinen.
Im Bild mit zwei grossen Assilinen, weiterhin v. a. Nummuliten und Discocyclinen.
Die Nummulitenschichten gehören der Helvetikum-Zone an.
Als Helvetikum wird eine schmale Zone am Nordrand der Alpen zwischen
Flyschzone und Molasse bezeichnet, die Richtung Westen (Schweiz)
immer mehr an Bedeutung zunimmt.
Enzenauer Marmor:
Ein Kalksandstein. Die eingeschlossenen Fossilien sind grosse kalkschalige Foraminiferen (einzellige, den Meeresboden bewohnende Lebewesen, Nummuliten).
Das Gestein wurde in der Vergangenheit unter dem Namen Enzenauer Marmor öfters als Denkmalgestein verwendet, z.B. Wittelsbacherbrunnen am Lenbachplatz in München.
Ähnlich: Gesteine der Adelholzener Schichten
Alter: Tertiär (Eozän)
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Am
Kressenberg
(b. Teisenberg) beinhaltet das Helvetikum ehemals bedeutende Eisenerz- vorkommen, die aber heute nicht mehr abgebaut werden. Das Brauneisen liegt in Form von Ooiden im Gestein vor. Die scheibenförmigen Komponenten sind Nummuliten.
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Makroaufnahme eines einzelligen "Urtierchens" (Assilina) aus den Schichten des Helvetikums.
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Lithothamnienschuttkalk
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Das Gestein besteht fast ausschliesslich aus organischem Material
Neben Bruchstücken von
Lithothamnien
(Rotalgen mit feiner, gitterartiger Zellstruktur) treten Nummuliten, Discocyclinen sowie diverse andere Kleinforaminiferen auf.
Grobkörnigere Varietäten wurden wegen ihrer Oberflächenstruktur als Granitmarmor bezeichnet.
Z.B. in den alten Münchner Friedhöfen häufig als Grabstein anzutreffen.
Alter: Tertiär (Eozän)
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Polierter Anschliff
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Gault- Grünsandstein
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Es sind graue und grünliche, zum Teil auch karbonatisch gebundene,
glaukonithaltige, Quarzsandsteine oder Quarzgrauwacken.
Das Gestein ist sehr hart.
Bei oberflächlicher Verwitterung nehmen die Sandsteine eine bräunliche Farbe an aufgrund der Umwandlung des Glaukonites in Limonit.
Herkunft: Entweder aus der Helvetikum-Zone (dort Garschella Formation) oder aber aus dem Flysch, sog. Quarzit - Serie bzw. Gault-Flysch.
Alter: Kreidezeit (Alb, Apt)
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Der nahe Bad Heilbrunn vorkommende oberkreidezeitliche Stallauer Grünsandstein
der Helvetikumzone enthält viel Glaukonit. Zermahlen diente das Material als
Pigment zur Farbherstellung. Vorwiegend wurden daraus aber Schleifsteine hergestellt.
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Flyschkalkstein
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Hier ein stark zerklüfteter, fossilleerer Schlammkalk.
Die Dunkelfärbung der Kluftflächen ist auf Eisen bzw. Manganoxide zurückzuführen.
Die Farbe des Gesteins ist im frischen Zustand grau, verwittert zeigen Flyschkalke bzw. -mergel meist gelb-beige-braun Töne.
Alter: Kreide bis Alttertiär
Anm: Starke Zerklüftung zeigen teilweise auch triassische und jurassische Pelite (= Schlammkalke),
die Zuordnung zum Flysch darum nicht 100 % sicher.
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Die
Flyschzone
ist der den Kalkalpen vorgelagerte, meist bewaldete, mittelgebirgsähnliche Bereich, welcher vorwiegend aus Ton- und Sandsteinen in zyklischem Wechsel aufgebaut ist.
Ansicht von SE auf die aus Flysch aufgebauten Berge NW von Unterammergau.(Hochschergen bis Hohe Bleick)
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Flyschsandstein
- mit schichtinterner Fältelung
Tonige und fein- bis grobsandige Sedimente gleiten im noch weichen Zustand oft vom Kontinentalrand in die Tiefsee ab.
Dabei entsteht aufgrund der unterschiedlichen Absetzgeschwindigkeit eine typische Ablagerungsreihenfolge, die mit grobem Material beginnt und nach oben zu immer feiner wird.
Aufgrund von Nachrutschungen in den noch nicht verfestigten Ablagerungen entstehen auch schichtinterne Fältelungen.
Alter: Oberkreide
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Aufschluss im Flysch am
Aufacker
bei Oberammergau.
Zu sehen ist eine (tektonisch senkrecht gestellte) typische Wechselfolge aus Mergelsteinen sowie Kalkmergelsteinen und Tonsteinen aus der Oberkreide.
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Reiselsberger Sandstein bzw. Grauwacke
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Der Hauptsandstein der Flyschzone, reich an Quarz, Glimmer und Gesteinsbruchstücken ist kalkig bis tonig gebunden.
Er kann fein- bis grobsandig, teilweise auch brekziös oder konglomeratisch ausgebildet sein.
Im Gelände tritt er meist dickbankig auf.
Eine Grauwacke ist ein Sandstein, der reich an Gesteinsbruchstücken ist.
Alter: Untere Oberkreide (Cenoman)
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Die Anhöhen z.B. westlich Benediktbeuern sind aus Flyschgesteinen aufgebaut.
Im Bild ein Aufschluss von feiner sandigem, glimmerreichem, massig ausgebildetem
Reiselsberger Sandstein
am Pessenbach.
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Gesteine der Cenomanserie
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beschränken sich nicht nur auf das Cenoman (Unterste Stufe der Oberkreide) sondern reichen höher in die Oberkreidezeit.
Neben Mergeln und Sandsteinen treten als Charakteristikum Konglomerate und Brekzien auf.
Vor allem in den Losensteiner Schichten (bei Lenggries ähnlich als Tratenbachschichten) und Branderfleckschichten.
Hier solch ein konglomeratisches bis brekziöses Gestein aus dem Randbereich zwischen nördlichen Kalkalpen im S und Flysch im N (Randcenoman), wohl den
Tratenbachschichten
entstammend.
Herkunft: NE Lenggries, Tratenbach.
Alter: Oberkreide bis Alttertiär
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Polierter Anschliff
Als Komponenten enthalten sind neben vulkanischen Gesteinen gelbe feinkörnige Dolomite, Quarze, Kristallingesteine und andere Gerölle aus dem Gesteinsspektrum der nördl. Kalkalpen, z.T. allothigener(exotischer) Herkunft.
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Cenoman - Brekzien
(im Allgemeinen)
Enthalten können sein entweder nur klastische Komponenten aus dem Kalkalpin der nächsten Umgebung (Bild links unten) oder aber auch von weiter her herangeschaffte Bestandteile wie z.B. helle Quarze oder weiterhin auch " exotische Komponenten ", z.B. Gneis, Glimmerschiefer, Serpentinit usw. (siehe Tratenbachschichten).
Gesteine des Cenoman sind meist klastisch-brekziös oder konglomeratisch und lagern den unteren Schichten diskordant, also nicht parallel, auf.
Dies ist ein Hinweis, dass vor und während der Ablagerung dieser Gesteine bereits
starke tektonische Aktivitäten, Verstellungen des Untergrundes
(darum auch die vermehrte Brekzien- und Konglomeratbildung)
sowie Abtragungsvorgänge
an älteren Schichten stattgefunden haben.
Alter: Untere Oberkreidezeit (Cenoman und jünger)
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Cenoman
nimmt die Gipfelregion des Rötelsteins (N des Herzogstand-Heimgartenmassives) ein. Es sind vorwiegend Sandsteine und Brekzien verschieden grober Körnung.
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Anmerkung: Neben der Cenomanserie sind auch die
Gesteine der im Bereich der Nördlichen Kalkalpen abgelagerten
Gosaugruppe
(etwas jüngere) synorogen gebildete Sedimente der Oberkreidezeit.
Näheres hierzu siehe:
Geologische Kartierung der Gosaumulden von Rigaus und Schorn:
Westabschnitt
und
Ostabschnitt
.
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Tegernseer Marmor
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typisch roter, knollig-flasriger Kalkstein (eigentlich kein Marmor, da nicht metamorph).
Das teilweise fossilreiche, bunte Gestein wurde poliert häufig als Dekorstein
in repräsentativen Bauten verwendet. Der Stein wird heute nicht mehr abgebaut.
Alter: Oberer Jura (Malm)
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Radiolarit
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kieseliges Gestein aus den nördlichen Kalkalpen, Ablagerung der Tiefsee.
Farbe meist rot, aber auch schwarz oder grünlich.
Aufgrund der Sprödigkeit meist stark zerbrochen und von vielen, mit Kalkspat gefüllten, Klüften durchzogen.
Das kieselige (aus SiO2 bestehende) Material stammt aus dem "Skelett" von planktonischen Einzellern, den sog. Radiolarien.
Schichtbezeichnung: Ruhpoldinger Radiolarit Alter: Oberer Jura (Malm)
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Kieselsteine (im strengen Sinne):
Im Radiolarit tritt die Kieselsäure vorwiegend an Organismen,
den Radiolarien gebunden, auf.
Diese sind mehr oder weniger in ein toniges Bindemittel ohne Kalkanteil eingebettet.
Es ist ein Gestein der Tiefsee.
Im Kieselkalk sind kieselige Organismen, Radiolarien und Schwammnadeln, in eine
kalkige oder mergelige Grundmasse eingelagert.
Die Kieselsäure kann dabei durch Wanderungsvorgänge diffus, nicht
mehr an die Organismenreste gebunden, verteilt sein.
In Hornsteinkalken ist die Kieselsäure (egal welcher Herkunft)
sekundär in Form von Linsen, Knollen,
Bändern angereichert.
Die schwarze Farbe des Hornsteins beruht auf der Absorption des Lichtes
durch den feinkristallinen Chalzedon.
In prähistorischer Zeit wurde Hornstein als Feuerstein bzw. zur Herstellung von
Schneidewerkzeugen etc. verwendet.
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Kieselkalk
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Dunkelgraues, im nassen Zustand schwarzes Gestein mit ziemlich grosser Festigkeit.
Die Festigkeit ist durch den hohen, homogen und fein verteilten Kieselgehalt bedingt.
Aufgrund der Sprödigkeit erscheint das Gestein stark gequält, man kann an der Äderung aus weissem Calcit mehrere zeitlich versetzte Bruch- und Ausheilungsphasen erkennen.
Herkunft: Juraablagerungen der Kalkalpen ( oder Flyschzone ?)
Alter: Jura (Unterkreide)
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Hornsteinkalk
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dunkle Hornsteinlagen in Kalkstein eingelagert.
Die Kieselsäure kann fein im Gestein verteilt sein oder sich in Form von Knollen anreichern.
Sie entstammt vorwiegend aus Skelettnadeln von Kieselschwämmen sowie in geringerem Umfange von Radiolarien (planktonische Einzeller mit Kieselskelett).
Alter: Jura (Lias oder Dogger)
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Bunte Aptychenschichten
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diese entsprechen den Bunten Ammergauer Schichten.
Es sind rote pelitische (sehr feinkörnige) Schlammkalke oder Mergel.
Die rote Farbe ist mehr oder weniger mit grauen bis graugrünen gefleckten bis schlierigen Bereichen durchsetzt.
Alter: Oberer Jura (Malm)
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Aptychus
Muschelschalenähnliche Struktur aus Kalzit.
Aptychen sind Teile des Unterkiefers von Ammoniten. Wahrscheinlich dienten sie ausserdem als Mündungsdeckel.
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Crinoiden - Schuttkalk -
Vorwiegend aus Fossilschutt bestehend, auffällig sind insbesondere Seelilienstielglieder (weisse Flecken).
Andere Bezeichnung: Hierlatzkalk
Das Gestein wurde ehemals bei Mittenwald abgebaut und aufgrund seiner guten Polierbarkeit unter der Bezeichnung " Mittenwalder Marmor " in den Handel gebracht.
Alter: Jura (Lias)
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Hierlatzkalk
Ehemaliger Steinbruch im unteren Marmorgraben, nördlich Mittenwald, welcher einen polierbaren " Marmor " lieferte.
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Adneter Kalk
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typisch rote plattige bis dünnbankige Knollenkalke, teilweise von rotbraunen zackigen Lösungsnähten(Suturen) durchzogen.
Die Knollenbildung geht auf langanhaltende Kompaktion und gleichzeitiger Drucklösung des Sedimentes in grösserer Wassertiefe zurück.
Das Gestein ist oftmals reich an Ammoniten, die allerdings meist sehr schlecht erhalten sind.
Adneter Kalk wurde und wird häufig als Dekorstein z.B. für Säulen etc. verwendet.
Alter: Unterer Jura (Lias)
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Ammonit
in rotem Juraknollenkalk der Adneter Schichten.
Die Herauspräparierung des Fossils erfolgte durch länger anhaltende Verwitterungseinflüsse auf die freigelegte Gesteinsoberfläche.
(Gefunden von: T. Fohr)
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" Roter bzw. bunter Jurakalk i.A."
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Im Jura treten neben den üblichen graugetönten
Kalken und Mergelkalken gehäuft auch rote bis rötliche sowie gelbliche bis
grünliche (also "bunte") Kalke in Erscheinung.
Im Bild ein roter, stark klüftiger Kalk mit farbkräftiger,
feinkörniger Grundmasse.
Alter: Unterer Jura (Lias)
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Bunter Jurakalk aus dem Bereich der Jura-Kreidemulde (sog.Karwendelmulde) östlich von Mittenwald.
Aufnahme nördl. Zunderweidkopf mit Blick Richtung Norden auf den Signalkopf (Vorkarwendel).
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Lias Fleckenmergel (=Allgäuschichten)
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Die den Namen liefernden Flecken sind Spuren von Wohn- und Fressbauten von Würmern.
Die dunklen Farben gehen auf feinverteilten Pyrit (FeS2) zurück.
Die relativ weichen, leicht erodierbaren Gesteine bilden aufgrund ihres Mergelreichtumes häufig Almböden und fungieren zudem als Grundwasserstauer.
Alter: Unterer Jura (Lias)
(Kreidezeitliche Flyschkalksteine weisen mitunter auch häufig Spurenfossilien auf,
die eindeutige Bestimmung am Fundstück ist darum nicht 100% sicher.)
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Am
Heuberg
(bei Nussdorf am Inn)
ist das Gestein mit den typischen dunklen Flecken
am Gipfel aufgeschlossen.
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Oberrät - Riffschuttkalk
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heller Kalkstein der Riffrückseite, z.T. mit weissen Flecken und braunroten Drucksuturen.
Fossile Riffkomplexe: Während der Riffkern durch +- intakten, nicht verfrachteten Organismenreichtum charakterisiert ist (z.B. Korallenstöcke),
ist die ehemals dem offenen Meer zugewandte Riffvorderseite durch umgelagerte und zementierte Biogene aus dem zentralen Riffbereich gekennzeichnet.
Die geschützte Riffrückseite ist durch gebankte Kalkschlammablagerungen mit geringerer Organismendiversität charakterisiert.
Beispiele: Ross- Buchstein, Plankenstein, Brünnstein.
Alter: Obere Trias (Rät)
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Blick vom
Leonhardstein
nach Westen auf Buch- Rossstein.
Das Baumaterial der beliebten Kletterberge ist Oberrhät - Riffkalk, in welchem hier häufig Korallen der Gattung
Thecosimilia
zu finden sind.
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Korallenkalk
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Kalkstein mit Korallen der Kössener Schichten.
Es dominiert die Korallengattung
Thecosimilia
Die Kössener Schichten sind i.a. tonig mergelige, oft fossilreiche Ablagerungen zwischen den Riffbereichen. Sie entstanden in etwa zeitgleich wie die Oberrät - Riffkalke (s.o.)
Alter: Obere Trias (Rät)
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Die riffbauenden Korallen
der alpinen Trias werden der Unterklasse der Hexacorallia zugerechnet.
D.h. die Scheidewände, Septen, treten in der Sechszahl bzw. vielfachen von sechs,
in zyklischer Anordnung, auf.
Das Vorkommen reicht von der Trias bis heute.
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Schillkalk
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Kalkstein mit Schilllagen von Lamellibranchiaten (Schalenschutt von Muscheln).
Entstehung in gut durchlüftetem, bewegtem Wasser.
Zuordnung: Kössener Schichten
Alter: Obere Trias (Rät)
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Die Anwitterungsfläche einer Kalkbank der Kössener Schichten zeigt den ausserordentlichen Fossilreichtum dieser Schichten.
Fundort:
Lahnenwiesgraben
westlich von Farchant (bei Garmisch Partenkirchen).
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Hauptdolomit
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Stark klüftiges Gestein.
Charakteristisch sind die kantigen Ausbrüche an der Oberfläche, die durch die starke Zerklüftung aufgrund tektonischer Brekziierung des Gesteines gefördert werden.
Hauptdolomit ist das am weitesten verbreitete Gestein der nördlichen Kalkalpen.
Beispiele: Kramer, Schinder, Herzogstand, Hochfelln.
Farbe: Meist Grautöne manchmal bräunlich.
Alter: Obere Trias (Nor)
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Blick von Süden auf den Gipfel der
Schöttelkarspitze
(Soierngebiet).
Das Baumaterial ist Hauptdolomit
und Plattenkalk aus der oberen Triaszeit.
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Hauptdolomitbrekzie
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tektonisch zerbrochener und wieder " ausgeheilter " Dolomitstein (Calcium-Magnesiumkarbonat).
Hauptdolomit ist nicht nur das Hautgestein sondern auch aufgrund seiner Brüchigkeit der Hauptgesteinsschuttbildner der Nördlichen Kalkalpen.
Farbe: meist bräunlich oder Grautöne.
Alter: Obere Trias (Nor)
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Der tektonisch brekziierte Hauptdolomit zerfällt in eckigen, scharfkantigen Grus. Er verursacht oft Muren und grosse Schutthalden.
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Ölschiefer
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Im Hauptdolomit finden sich gelegentlich Einschaltungen von Asphaltschiefer(Ölschiefer), ein bitumenreicher, feinstgeschichteter Dolomit - Mergel.
Etwa auf halber Strecke zwischen Vorderriss und Wallgau, am Schröfeln, wurde das Gestein (mit einem Bitumengehalt bis zu 30%) abgebaut.
Durch Verschwelung wird aus dem brennbaren Ölschiefer das sog. Steinöl gewonnen welches als Rohstoff u.a. für die Herstellung von Ichtyol verwendet wird.
Farbe: schwarz, gräulich bis bräunlich.
Alter: Obere Trias (Nor)
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Stromatolith
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Es sind Algenmatten, bestehend aus feinlagigen, gekräuselten Algen - Laminae,
wie sie im Tidenbereich, also dem Ebbe-Flutbereich, an der Riffrückseite entstehen.
Diese Dolomit- und Kalkgesteine sind im Wettersteinkalk und
im Hauptdolomit häufig anzutreffen.
Farbe: meist sehr hell, weisslich bis blassbräunlich.
Alter: Mittlere Trias (Ladin) und Obere Trias (Nor)
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Hauptdolomit
auf dem Weg zur Fereinalm nördl. des Seinsbaches (Vorkarwendel)
Der hier deutlich geschichtete Dolomit zeigt zum Teil sehr gut seinen feinlaminaren Aufbau.
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Onkolith
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ziemlich sicher aus den Raibler Schichten.
Onkolithe sind kugelförmig bis unregelmässig geformte Algenbälle
(Sphaerocodien) mit konzentrischer Lamellenstruktur.
Teilweise asymmetrische Formen aufgrund von periodischen Wachstumsschwankungen.
Die Sphaerocodienbänke sind für die Raibler Schichten charakteristisch.
Sehr ähnliche Gesteine können aber auch anderswo auftreten.
Alter: Obere Trias (Karn)
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Makroaufnahme
eines Anschliffes.
Es ist gut erkennbar, wie die Algen Schalenbruchstücke umkrusten.
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Raibler Sandstein
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Es ist ein grauer bis grau-bräunlicher, schlecht sortierter Sandstein.
Das Bindemittel ist kieselig, es sind reichlich Feldspatbruchstücke unterschiedlicher Grösse enthalten.
Das Gestein kann wohl als Feldspatgrauwacke eingeordnet werden.
Vorkommen z.B. am Nordabfall des Karwendelgebirges.
Das Material ist terrigenen Ursprunges(Verwitterungsschutt eines nahen Festlandes).
Alter: Obere Trias (Karn)
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Aufschluss von steil gestellten Raibler Schichten etwas östlich des Überschalljoches (Karwendel).
Im Hintergrund der Schuttstrom der Brandlrinne und Wettersteinkalk des Massives um die Gamskarspitze.
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Rauhwacke
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sicherlich den Raibler Schichten zugehörig.
(Rauhwacken sind auch in den Reichenhaller Schichten vertreten, z.B. nördl. Karwendelkette)
Die Struktur entsteht durch Auflösung von leichter löslichem Material, d.h. durch unterschiedliche Verwitterungsbeständigkeit der einzelnen Komponenten.
Dolomitgerüst und ausgelaugte Gipsbestandteile.
Alter: Obere Trias (Karn)
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Am
Breitenstein
ist Raibler Rauhwacke am Anstieg zum Gipfel aufgeschlossen.
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Dolomit
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Das weisse bis gelblich-graue Gestein hat hellere Farbtönungen als der ähnliche Hauptdolomit, es könnte sich um Wettersteindolomit handeln.
Die Dolomitsierung (Umwandlung von CaCO3 in CaMg(C03)2 ) führte zu einer Volumenverminderung des Gesteines.
In entstandenen Poren konnten kleine Dolomitkristalle wachsen, die gegen das Licht glitzern.
Unterscheidung zu Kalkstein: Im Gegensatz zu Kalkstein zeigt Dolomit bei Kontakt mit verdünnter Salzsäure keine aufschäumende Reaktion.
Alter: Mittlere Trias (Ladin)
Vorkommen: Vereinzelt im Wettersteinmassiv, weiterhin z.B. südl. des Inns zwischen Rattenberg und Wörgl.
Sehr starke Zunahme der Verbreitung Richtung Osten (Berchtesgadener Gebiet), darum auch als Ramsaudolomit bezeichnet.
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Frische Bruchfläche eines Wettersteindolomites.
Das brekziierte Gestein besteht hauptsächlich aus kristallinem,
splittrig brechendem Dolomit der brüchige Felswände
ohne erkennbare Schichtung ausbildet.
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Wettersteinkalk
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hier in rauhwackenartiger Ausprägung.
Die Hohlräume sind auf nachträglich gelöste Evaporitkristalle zurückzuführen.
Andere Bezeichnung:
Messerstichkalk. Der Name kommt wohl von den kleinen Löchern, welche die Oberfläche übersäen.
Farbe: Meist sehr hell, weisslich bis weissgrau.
Alter: Mittlere Trias (Ladin), Oberer Wettersteinkalk
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Der obere Wettersteinkalk enthält gelegentlich Bleierze bzw. Blei-Zinkerze, so auch in der
Quellregion
der Isar im Hinteren Karwendel. Diese wurden in früherer Zeit an etlichen Stellen der nördl. Kalkalpen abgebaut.
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Wettersteinkalk mit Dasycladaceen
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Dasycladaceen, Grünalgen, können massenhaft in der geschichteten Lagunenfazies des
Wettersteinkalkes auftreten.
Es handelt sich in der Abbildung wohl primär um Diploporen eingebettet in Kalkschlamm.
Farbe: Grauweiss bis hellgrau, gefleckt.
Alter: Mittlere Trias (Ladin) - Mittlerer Abschnitt des Wettersteinkalkes
Vorkommen: Weit verbreitet im Karwendel und im Wettersteingebirge:
Zugspitze, Benediktenwand, Wendelstein, Birkkarspitze, Bettelwurf.
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Am
Geierstein
(bei Lenggries)
ist heller Wettersteinkalk
am Gipfel aufgeschlossen.
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Wetterstein Riffkalk
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Massiges bräunlichgraues Riffgestein.
Hauptriffbildner waren Kalkschwämme und Mikroorganismen.
Ehemalige Hohlräume im Riffbereich wurden mit Calcit ausgefüllt.
Es handelt sich bei diesen Hohlraumfüllungen um anorganische Kalkausscheidungen.
Kugelige bis elliptische, mit Calcit gefüllte Hohlräume aus dieser Einheit werden als Grossoolithe bezeichnet.
Alter: mittlere Trias (Ladin)
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Grossoolith in Wettersteinriffkalk.
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Wurstelkalk
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Dunkelgrauer (etwas bläulich erscheinender) knolliger Kalk mit unruhiger, wulstig-wellig erscheinender Schichtoberfläche.
Aufgrund dieses Merkmales handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um ein Gestein aus dem
alpinen Muschelkalk.
Der meist dunkelgraue bis schwarze Kalk des alpinen Muschelkalkes, der oft stark mit weissen Kalzitadern durchsetzt ist, kann von anderen dunklen Kalken der alpinen Trias nur sehr schwer unterschieden werden.
Alter: mittlere Trias (Anis)
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Unterer alpiner Muschelkalk " Wurstelkalk " am
Gjaidsteig, nahe Bärnalpl.
Der Gjaidsteig, ein schmaler Streifen aus Reichenhaller Schichten zwischen Wettersteinkalkmassen, ist die einzige gangbare Verbindung über die Vordere Karwendelkette zum Karwendeltal.
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Alpiner Muschelkalk
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Der Begriff Alpiner Muschelkalk ist genau genommen ein Sammelname für verschiedene alpine Gesteine der mittleren Trias
der nicht etwa auf besonderen Fossilreichtum hinweist (eher das Gegenteil ist der Fall)
sondern als reine Altersbezeichnung gedacht ist. (Etwa gleiches Alter wie der Muschelkalk der germanischen Trias.)
Hier ein fast schwarzes Geröll mit auffallend vielen weissen Calcitadern
und "Rostflecken" (poröse Anwitterungsflecken).
Der Fund kann wohl den Reichenhaller Schichten
(bzw. Gutensteiner Kalk, s. Erläuterungen der Geol. Karte Bayerns 1996) zugerechnet werden.
(Anm: Schwarze Kalksteine sind auch in anderen triassischen Einheiten anzutreffen wie z.B. im darüber folgenden unteren Wettersteinkalk einschl. Partnachkalke)
Alter: mittlere Trias (Anis)
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Alpiner Buntsandstein
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Quarzsandstein mit kieseligem Zement, das Material ist terrigenen(festländischen) Ursprunges.
Er ist das älteste Gestein in der Sedimentationsfolge der nördlichen Kalkalpen.
Sowohl zeitlich als auch in seinen Bildungsbedingungen entspricht dieser dem Buntsandstein wie er auch in der germanischen unteren Trias anzutreffen ist.
Gesteine des Permoskyth sind in den bayer. Alpen sehr selten, wie z.B. am Geigerstein bei Lenggries, im weiteren Alpenbereich, z. B. südlich Wörgl verbreitet.
Alter: Oberes Perm bis untere Trias (Skyth)
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Verrucano
Die meist roten, fein- bis grobklastischen Sedimentgesteine sind kontinentale, fluviatile Ablagerungen eines trockenen Klimabereiches. Es handelt sich i.a. um Abtragungsmaterial des variskischen Gebirges.
Im Bild ein solches konglomeratisches bis brekziöses oberpermisches Geröll vom Iseo See.
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