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Kristallingesteine, Metamorphite (Zentralalpen und Grauwackenzone)
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Die kristallinen Gesteine sind im Einzugsgebiet der
Isar und ihrer Zuflüsse nicht im
anstehenden geologischen Gesteinsinventar vorhanden.
Es ist ausschließlich Moränenmaterial, das über Gletscher
herantransportiert wurde.
Der Hauptanteil davon entstammt einem Seitenarm des Inngletschers, der
über den Seefelder Sattel (Mittenwald) den Isargletscher speiste.
Das Nährgebiet des Inngletschers erstreckte sich über
Ötztaler Alpen, Silvretta, Unterengadin bis in das Oberengadin.
(Würmeiszeit, ca. 110000 bis ca. 10000 Jahre vor unserer Zeit).
Die Gneise aus dem Ötztal und Silvretta können ein Alter bis zu
450 Mio. Jahre aufweisen.
Die Gesteine des Unterengadin (sog. Unterengadiner Fenster)
sind jünger, jura- und kreidezeitlich.
Es handelt sich hierbei um Ablagerungen des sog. Penninischen Ozeanes, die
im Zuge der Gebirgsbildung unter dem Ostalpinen Deckensystem zu liegen kamen.
Die alpinen Kristallingesteine wurden früher öfter als
Urgesteine
bezeichnet
im Gegensatz zu den als jünger angenommenen Gesteinen der Kalkalpen.
Dies trifft aber nicht immer zu.
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Alpen Geologie
(westl. Ostalpen)
Die drei Hauptdeckensysteme der Alpen, das
Helvetikum
(grün)
und
Penninikum
(rot)
,
zusammen als Westalpin bezeichnet,
sowie das
Ostalpin
(gelb)
repräsentieren ursprünglich getrennt
liegende Bildungsräume. Nach ihrer Entstehung wurden diese
im Zuge der Kontinentalbewegungen sehr stark zusammengeschoben und
übereinander gestapelt.
Die paläogeografische Einheit des Helvetikums am Nordrand der Tethys
(im Bereich der europäischen Kontinentalplatte) kam unten zu liegen.
Die oben auflagernde Decke des Ostalpin, Austroalpin, lag am weitesten im
Süden am Rande des Afrika vorgelagerten Mikrokontinents Apulia.
Siehe:
<Alpengeologie>
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Meta - Quarz
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metamorph gebildeter Quarz des zentralalpinen Kristallin.
Meist sehr helles, milchig durchscheinendes Gestein, hauptsächlich aus Quarz (Siliziumdioxid) sowie etwas Glimmer.
Durch Beimengungen können auch rötliche, bräunliche oder gräuliche
Färbungen auftreten.
Meist massiges Erscheinungsbild, bei höherem Glimmeranteil auch mit
angedeuteter Schieferung.
Leicht zu unterscheiden von den ebenfalls kieseligen,
aber immer gefärbten Sedimentgesteinen wie Radiolarit etc.
Herkunft: Zentralalpen oder Grauwackenzone
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Bergkristall
In einigen Regionen der Alpen treten Mineralien in Form von Kristallen
in Klufthohlräumen auf welche durch Zerrungskräfte während
der Gebirgsbildung entstanden.
Diese Hohlräume füllten sich in der Tiefe mit heissen,
mineralhaltigen Wässern.
Die Kristallbildung erfolgte durch langsame Abkühlung
im Verlaufe des Aufstieges und der Abtragung des Gebirges.
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Juliergranit
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Der Juliergranit ist ein Leitgeschiebe
des Inngletschers.
Das Gefüge des Metagranits ist noch gut zu erkennen.
Durch eine schwache Metamorphose ist der Biotit in Chlorit umgewandelt.
Blaugrün: Saussuritisierte (=umgewandelte) Plagioklase (Chlorit-Epidot-Filz).
Alter:
Spätvariszischer Granit des Unterostalpins
(Alter: ca. 300 Millionen Jahre, Karbonzeit)
Herkunft: Julierpaß (Engadin), westl. St. Moritz
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Die Fließgeschwindigkeit des Inngletschers wird einge Dezimeter pro Tag
betragen haben. Die Reisezeit des Juliergranites betrug bei einer
zurückgelegten Strecke von ca. 300km wohl um die 3000 Jahre
(~ 100 m/Jahr).
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Granodiorit
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Das Gestein besteht vorwiegend aus Feldspäten (hell) sowie schwarzem Glimmer
und Hornblende (schwarz) sowie etwas Quarz (durchscheindend-fettglänzend).
Aufgrund der mineralogischen Zusammensetzung und der Gefügemerkmale
kann der Stein als Granodiorit angesprochen werden
obwohl es sich mit ziemlicher Sicherheit nicht um ein
Intrusivgestein sondern um einen Metamorphit handelt.
Herkunft: Ostalpines Kristallin (Ötztaler Alpen oder Silvretta)
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Nicht am Nordrand der Alpen, aber in den Südalpen z.B. am Iseo See und Gardasee,
finden sich oft
Tonalit
Gerölle (Granodiorit mit überwiegend Anorthit).
Die Platznahme dieser Magmatika erfolgte längs des
Periadriatischen Bruchsystems, welches die
tektonische Grenze zwischen (geologisch definiertem)
Ostalpin und Südalpin bildet.
Herkunft: Adamello,
Alter: Tertiär, vor ca. 40 - 30 Millionen Jahren.
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Gabbro
Bei diesem Geröll handelt es sich um ein grobkörniges, schwarz-grünliches Gestein.
Hauptkomponenten sind Pyroxene, welche häufig mehr oder weniger
stark in Hornblenden (Amphibole) umgewandelt sind.
Dies kann von Hornblendesaumbildung bis zu vollständiger stofflicher
Umwandlung unter Beibehaltung der ursprünglichen Kristallform(Pseudomorphose) reichen.
Alter: Paläozoikum
Fundort: Isar, kurz oberhalb der Loisachmündung.
Herkunft: Nördliche Grauwackenzone, wahrscheinlich Marchbachjoch bei Wörgl.
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Rhyolith
Es handelt sich um ein silizium(=quarz)reichesGestein mit vulkanitischen Gefügemerkmalen.
Die Einsprenglinge sind meist klarer, durchsichtiger Quarz sowie
Feldspat (rot) und etwas Biotit (schwarz).
Um den Quarz sind hier rötliche Säume, bei welchen es sich wohl um
Quarz-Feldspatverwachsungen handelt.
Auch einige rötliche Feldpat-Punkte sind erkennbar. Es könnte sich um
Sphärolithe ( = kugelförmige Einschlüsse) handeln.
Die Grundmasse, vorwiegend aus Feldspäten ist relativ grob.
Herkunft: Wohl westliche Kalkalpen, z.B: Vorkommen am Arlberg.
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Vulkanite
sind als Isargeröll sehr selten,
im Etschtal ab Bozen dagegen sehr häufig anzutreffen.
Es sind die Gesteine der sog. Bozener Porphyrplatte.
Bekannt ist z.B. der rote
Bozener Quarzporphyr
(Bild unten, links),
ein Rhyolith mit Quarzeinsprenglingen,
häufig als Pflasterstein verwendet.
Alter: Perm
Im Bild verschiedene Effusiva, Fundort: Gardasee
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Basalt
Es handelt sich um ein mittel- bis grobkörniges basaltisches Ganggestein.
Auffällig sind hier die zentimetergroßen Plagioklasleisten, die sich
in einigen Bereichen sperrig verschränken. In diesem Falle spricht man
von ophitischem Gefüge.
Alter: Paläozoikum
Herkunft: Nördliche Grauwackenzone.
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Zwischen den nördl. Kalkalpen im Norden und dem Altkristallin
im Süden
zieht sich in einer Länge von ca. 300 km und einer
N-S Erstreckung von ca 20 km die
Grauwackenzone hin.
Es herrschen sanftere Bergformen vor. Die paläozoischen, vorwiegend feinklastischen
Gesteine (Schiefer) sind oft von basischen und sauren Ergussgesteinen durchsetzt.
Die GWZ ist die stratigraphische Unterlage der nördlichen Kalkalpen.
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Glimmerschiefer
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Im Bild ein stark gefältelter Quarzglimmerschiefer.
Hauptgemengeteile sind Glimmerteilchen, die
(im Unterschied zu Phylliten) mit bloßem Auge erkennbar sind.
Metamorphe Schiefer haben einen geringen Feldspatgehalt kleiner 20 Prozent
(ab 20 Prozent als Gneis definiert).
Die in den Zentralalpen teilweise weit verbreiteten Schiefer
(z.B Innsbrucker Quarzphyllit) werden aufgrund
ihres hohen Glimmergehaltes als Flußgeschiebe
sehr schnell "aufgerieben" und sind darum seltener zu finden.
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Hornblendegarbenschiefer
Der Hauptgemengeteil des metamorphen Gesteines ist
grünlich schwarze Hornblende in nadeliger, langprismatischer Ausbildung.
Die Hornblendenadeln erscheinen verfilzt, häufig in einer Art, welche
an Garben erinnert.
Die Grundmasse besteht vorwiegend aus Feldspat, Quarz, Glimmer.
Vorkommen: Zentralalpen
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Gneis
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Grobkörniges, lagiges Gefüge aus Feldspäten, Quarz und Hellglimmer
(Muskovit).
Gneise sind metamorph gebildete Gesteine mit mehr
oder weniger stark ausgeprägter Paralleltextur.
Ausgangsgesteine können sowohl Sedimentgesteine
als auch Tiefengesteine sein.
Gneise können eine
deutliche Schieferung
aufweisen.
(Die Zuordnung zu Gneis oder Schiefer geschieht über den Feldspatgehalt.
> 20 % Fsp = ; Gneis, < 20 % Fsp = Schiefer)
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Gneis bildet an Bergflanken aufgrund von Frostverwitterung
durch Bergstürze und Steinschlag ausgedehnte
Blockschutthalden.
Silikatische Gesteine sind im Hochgebirge oft von grünen
Flechten besiedelt, welche an die alpin-arktischen Bedingungen
angepasst sind.
Auf dem Weg zur Zamangspitze. (Silvretta)
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Flasergneis
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Es ist eine Gneis-Varietät mit flasrigem Gefüge.
Geprägt wird das Gestein durch linsenförmig ausgeprägte Feldspäte (und Quarze),
die im Zuge der Gesteinsmetamorphose in etwa augenförmig gesprosst sind
(Daher auch der Name "Augengneis").
Bei den schwarzen Mineralen handelt es sich vorwiegend um Glimmer (Biotit).
Herkunft: Ostalpines Kristallin (Ötztaler Berge, Silvretta) oder Penninikum (Engadiner Fenster)
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Amphibolit, Hornblendegneis
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oberes Bild mit ausgeprägt paralleler Einregelung (Schieferung) der
Mineralien, vorwiegend Hornblende (dunkel) und Feldspat (hell).
Die zwei ehemaligen Brüche quer zur Schieferung sind mit Epidot verheilt.
Im unteren Bild ein massig ausgebildeter, grobkörniger Amphibolit mit sog.
" granoblastischer " Struktur.
Hornblendegneise bzw. Amphibolite kommen relativ oft
im kristallinen Anteil des Geröllspektrums der Isar vor.
Ausgangsgesteine der Amphibolite sind basaltische
Gesteine oder Mergel.
Herkunft: Silvretta (untergeordnet evtl. Ötztaler Alpen)
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Am Aufbau des Kristallins der Silvretta
sind neben hellen Gneisen und Schiefern zu einem hohen Anteil auch
dunkle Biotit- und Hornblendegneise sowie Amphibolite beteiligt.
Geschiebe an der Ill bei St. Gallenkirch, Vorarlberg
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Epidot
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Das gelbgrüne Mineral ist in kristallinen, metamorphen, Kieselsteinen häufig anzutreffen. Oft auch als Kluftfüllung.
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Metabasalt
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Es sind allgemein Abkömmlinge basischer Eruptiva.
Grünschiefer
ist ein öfter verwendeter Name für grüne metamorphe Basalte obwohl
diese Grünsteine meist keine Schiefer im eigentlichen Sinne sind.
Farbgebend sind Epidot, Chlorit und Aktinolith,
entstanden durch sekundäre Veränderung von ursprünglich dunklen
Mineralien.
Als mehr oder weniger synonyme Bezeichnungen tauchen
in der Literatur auch Prasinit, Metaspilit, Grünstein oder Diabas auf.
Herkunft meist aus dem Penninikum der Zentralalpen,
Engadin oder Tauern (z.B. Großglockner). In diesem Falle handelt es sich um Ozenabodenbasalte (Mitte und rechts oben im Bild).
Oder untergeordnet
als paläozoische Gesteine der Grauwackenzone oder dem Ostalpinen Kristallin, also Ötztaler Alpen oder Silvretta (links im Bild, sowie die Dünnschliffbilder).
Es sind entweder effusive Basalte bzw.
flach erstarrten Basaltgängen entstammend.
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Ein Metabasalt unter dem Polarisationsmikroskop.
Dünnschliffbilder.
Foto: Prof. Dr. H. Heinisch
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Ultramafitit
Ein schweres, schwarz-braun angewittertes, sehr zähes Gestein.
Enthalten sind neben (umgewandelten) Pyroxenen evtl. Olivin sowie
ein nicht unerheblicher Erzanteil (Magnetit?)
Das Geröll gehört zur Gruppe der Ophiolithe. Es sind Gesteine der ehemaligen
ozeanischen Kruste des penninischen (piemont-) Ozeanes die nicht subduziert (verschluckt) wurden.
Herkunft: Penninikum des Engadiner Fensters (oder nördl. Grauwackenzone).
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Serpentinit (Erläuterungen siehe auch Ultramafitit)
Ein mafisches, d.h. mit Siliziumdioxid untersättigtes metamorphes Gestein.
Das Ausgangsgestein war reich an magnesiumreichen Mineralien wie z.B. Pyroxenen
die als +- rechteckige Formrelikte erkennbar sind.
Der linke, grünere Bereich ist stärker serpentinisiert.
Im Anschliffbild (siehe Vergrösserung) sind links im braun-beigen Bereich die
Formrelikte noch erkennbar.
Die Serpentinisierung ist hier im Vergleich zum vorhergehenden Beispiel stärker fortgeschritten.
Herkunft: Engadiner Fenster (Penninikum) oder nördl. Grauwackenzone.
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Granatamphibolit
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Grobkörniges metamorphes Gestein mit richtungslosem Gefüge.
Die rotbraunen Kristalle sind Granat,
dazwischen Hornblende (schwarz) und Plagioklas (weiß).
Nicht selten sind Übergangsformen zwischen Granatamphibolit und Eklogit
(siehe nächstes Bild) zu finden.
Herkunft: Ostalpines Kristallin, Silvretta
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Granate sind Minerale metamorpher Entstehung.
Die meist roten Kristalle haben eine sehr
hochsymmetrische (kubische) Struktur. Sie kristallisieren häfig in
Eigengestalt (idiomorph) als sog. "Rhombendodekaeder" aus.
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Eklogit
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Grundmasse vorwiegend aus Pyroxen (wohl vorwiegend hellgrüner Omphacit).
Weiterhin Kyanit, Hornblende, Zoisit, Plagioklas.
Darin eingebettet Granatkristalle welche randlich meist nachträglich
in Hornblende umgewandelt sind.
Das Ausgangsmaterial (Edukt) sind z.B. Ozeanbodenbasalte die durch tektonische
Vorgänge (Subduktion) in
große Tiefen gelangt sind und sehr hohen Drucken
(>10 kbar, entspricht einer ungefähren Versenkungstiefe von >30km)
ausgesetzt waren.
Herkunft: z.B. Ostalpines Kristallin, Silvretta.
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Porphyrit
(Magmatisches) Ganggestein mit porphyrischem Gesteinsgefüge,
d.h. großen Einsprenglingen in feinkörniger Grundmasse.
Bei den großen Kristallen handelt es sich um Feldspäte
(Plagioklase),
in der Grundmasse vorwiegend Hornblende, auch Quarz etc.
Petrographisch wohl als Andesit anzusprechen.
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Vorwiegend aus Gneisen und Graniten bestehende
Gesteinsserien charakterisieren den geologischen Aufbau
z.B. des Bayerischen Waldes.
Dieses vortriassische Grundgebirge tritt auch in den Alpen,
wie z.B. im Kern des Tauernfensters, zu Tage.
Es bildet die Unterlage der im Mesozoikum
abgelagerten Sedimentabfolgen.
Dieses Grundgebirge wurde nicht selten von
Ganggesteinen,
z.B. variszischen Porphyriten, durchschlagen.
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Ganggestein i. A.
Es handelt sich meist um Spaltenfüllungen aus magmatischem Material.
Auffällig sind hier die blasenartigen calcitischen Nester.
Weiterhin Feldspat und mafische Minerale als stark zersetzte Einsprenglinge.
Eine Einregelung ist nicht zu erkennen.
Die Grundmasse besteht vorwiegend aus Feldspat, evtl. Calcit
und dunklen Mineralen.
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Marmor
Es ist ein vollkristalliner, (fast) ausschliesslich aus Calcit
bestehender, Metamorphit.
Die Kristalle des feinkörnigen Marmors in der Größe < 1mm
sind mit bloßem Auge erkennbar.
Als Nebengemengeteile treten hier vorwiegend Hellglimmer sowie selten
Epidot(grün) auf.
Marmore treten in den Zentralalpen, z.B. im Ötztaler Altkristallin manchmal auf.
Geweblich werden oft auch polierbare Kalksteine als Marmor bezeichnet, diese
Nomenklatur ist aber gesteinskundlich nicht korrekt.
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Pseudotachylit
der schwarze, glasig-dichte Bereich ist das Produkt
extremer Zerkleinerung und teilweiser Aufschmelzung des Nebengesteins.
Das glasartige Gefüge entsteht aufgrund der darauffolgenden schnellen Abkühlung.
Äußerlich ist es Tachylit, also basaltischem Glas, sehr ähnlich.
Das Gestein stammt i.d. Regel von der Basis der Silvrettadecke,
(Reibungsglas, aufgeschmolzen an der Überschiebungsbahn der Silvrettadecke
auf das Penninikum. Fundorte z.B. Unterengadiner und Gargellen Fenster).
Aufschlüsse finden sich z.B. bei Samnaun.
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Migmatit, ( metatektischer Gneis )
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ein hochmetamorphes Gestein.
Unter teilweisem Aufschmelzen des metamorphen Gesteines bilden sich helle Partien
,Leukosom, granitartiger Zusammensetzung mit einem hohen Anteil an
Quarz und Feldspat.
Im dunklen Restgesteinsanteil, dem Melanosom,
reichern sich mafische Minerale wie Biotit, Hornblende usw. an.
Das wechselhafte Gefüge, eine diffuse, ader- oder/und lagenförmiger
Anordnung sowie die Bildung von
Fließfalten ist Resultat
der teilweisen Aufschmelzung des Gesteines.
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Ergänzung (Anthropogene Einträge etc.)
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Ziegelstein
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Neben Ziegelsteinen sind nicht selten auch aufgearbeitete
Asphalt- und Betonreste
(die leicht mit Konglomeraten verwechselt werden können),
aufgearbeitete Glasscherben, Steinzeug, Bahnschotter usw. zu finden.
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Malmkalk
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Heller, etwas gelblich-beiger Kalkstein, hier mit Rückenansicht eines Ammoniten.
Im Zuge der Renaturierung der Isar zwischen Flaucher und Deutsches Museum
werden Kalkblöcke aus der fränkischen Alb in großen Mengen zur
Uferbefestigung verbaut.
Er gehört somit nicht zum natürlichen Gesteinsinventar der Isar.
Malmkalk des oberen Jura ist in München erst in über 2 km Tiefe anzutreffen.
Das Kluftgrundwasser dieses Gesteines mit einer Temperatur von ca. 90 Grad soll
in nächster Zukunft zur Energieerzeugung der Landeshauptstadt
genutzt werden (Geothermie).
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Kalkofenbeschickung
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Dieser Gneis ist versehentlich in einem Kalkofen gelandet.
Der Quarzanteil wurde oberflächlich und an den Klüften ausgeschmolzen.
Es hat sich ein glasiger Überzug gebildet.
Die vorwiegend aus Kalk bestehenden Isargerölle wurden früher als Rohstoff zur
Herstellung von gebranntem Kalk,
wie er z.B. zur Herstellung von Mauermörtel gebraucht wird,
verwendet.
Dank an den Finder Tom Fohr.
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Schlacke
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Das stark poröse Fundstück zeigt ein
rostiges Erscheinungsbild, ist vergleichsweise schwer und
minimal magnetisch.
Schlacken entstehen im Schmelzfluss als Nebenprodukt
z.B. bei der Eisengewinnung aus Gangart (=Begleitmineralien von Erzen)
und Zuschlagstoffen. Sie sind vorwiegend ein Gemisch u.a.
aus verschiedenen Oxiden (auch Eisenoxid, welches das
rostige Erscheinungsbild hervorruft).
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Granit
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Dieser porphyrische Granit enthält bis zu mehrere
Zentimeter grosse Feldspateinsprenglinge.
Es sind keine Spuren einer metamorphen Überprägung erkennbar.
Im Einzugsgebiet des Isar- oder Inngletschers sind solche Gesteine nicht anzutreffen.
(Evtl. Bergell ?)
Eine alpine Herkunft ist daher eher unwahrscheinlich.
Es handelt sich wohl um einen paläozoischen Granit wie er z.B.
im Bayerischen Wald anzutreffen ist.
Im Münchner Raum finden sich auch granitische Steine im Flussbett.
Es handelt sich meist um ehemalige Bordsteinkanten,
Kopfsteinpflaster, Fassadenverkleidungen usw.
Erkennbar ist dieses Material meist an der eckigen Oberfläche
mit erst beginnender Kantenrundung.
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