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Fossilkalk der Kössener Schichten

Diese Kieselsteine sind durch ihren Fossilreichtum gekennzeichnet.

Beschreibung

Dunkle, hellgrau bis gelblich verwitternde Kalke mit ausserordentlich vielen Fossilien.
Es handelt sich vorwiegend um zusammengeschwemmte Schilllagen, also Schalenreste, von Muscheln und Brachiopoden (Brachiopoden, auf deutsch Armfüßer, sind muschelähnliche zweiklappige, seßhafte Meeresbewohner).

Alter und Entstehung

Alter: Oberster Abschnitt der Trias (ca. 205 bis 200 Millionen Jahre)
Entstehung in gut durchlüftetem, bewegtem Wasser eines seichten Meeresbeckens zwischen dem Riffbereich.

Vorkommen

Die vorwiegend tonigen bis kalkigen, wasserstauenden Kössener Schichten verursachen in den Nördlichen Kalkalpen, ähnlich wie die älteren Raibler Schichten, aufgrund ihrer leichten Verwitterbarkeit flache Hänge, Talsenken und fruchtbares Almweideland mit vielen kleinen Bächen und bilden einen landschaftlichen Kontrast zum umgebenden felsigen Gebirge.
Diese in den Kalkalpen verbreiteten Schichten sind benannt nach der dem Ort Kössen im Kaiserwinkel (Tirol). Dort wurde in diesen Schichten sogar ein Pflasterzahnsaurier gefunden, der auf das Knacken von Muschel- und Schneckenschalen spezialisert war.
Fossilfundpunkte sind z.B. Eiseler und Ochsenberg bei Hindelang, Bergjoch im Wettersteingebirge, Marmorgraben im Karwendel, Kotalm am Wendelstein.


Koessener Kalk Schillkalk Koessener Kalk Brachiopodenschillkalk

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