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Grünsandstein

Beschreibung

Es sind meist grau grüne und grünliche glaukonithaltige, Quarzsandsteine. Auch schwarzgraue Varietä,ten können vorkommen.
Bei oberflächlicher Verwitterung nehmen die Sandsteine eine bräunliche Farbe an aufgrund der Umwandlung des Glaukonites, eines grünen, eisenhaltigen Minerales in Eisenoxide.

Alter und Entstehung

Alter: Meist Jüngere Unterkreidezeit (ca. 110 Millionen Jahre) und Paläogen (Paleozän, Eozän,ca. 60 - 50 Millionen Jahre)
Die Sandsteinbildung ist auf intensiven Antransport von festländischem Erosinosmaterial in den, dem "Ureuropäischen Kontinent" im Süden vorgelagerten Meeresbereich zurückzuführen.

Vorkommen


Als Helvetikum wird eine geologische Zone am Nordrand der Alpen zwischen Flyschzone (Erläuterung siehe Flyschsandsteine) und Molasse (siehe Molassesandsteine), bezeichnet.
Während die Gesteine "Schweizer Ausprägung" in der Ostschweiz und auch noch im Allgäu landschaftlich bestimmend auftreten
(z.B. die Kalke des Helvetikums von Gottesackerplateu und Hoher Ifen) sind sie ab der Iller Richtung Osten nur noch in einem teilweise unterbrochenen, schmalen Streifen nachzuverfolgen.
Einen guten Einblick in Gesteine des Helvetikums bietet das Geotop "Helvetikum beim Burgberg" am Grünten bei Sonthofen.
(siehe: Geotop 88 unter
www.lfu.bayern.de/geologie/geotope_schoensten/index.htm )

Hinweis

Die Grünsandsteinkiesel entstammen meist der Helvetikum-Zone.
Eine Verwechslung mit den sehr ähnlichen, in etwa gleich alten, grünlichen oder grauen bis grauschwarzen Sandsteinen aus der direkt angrenzenden Flyschzone ist dabei nicht auszuschliessen.
(Hinweis: Die ebenfalls grünen Metabasalte aus einem völlig anderen Alpenbereiche haben kein körniges Gefüge.)

Fotos:

Linkes Bild: unverwechselbarer Grünsandstein.
Rechtes Bild: Dunkelgrau-schwarzer, sehr feinkörniger Quarz-Sandstein mit Quarz und Calcit als Bindemittel.
Das exterm harte Gestein bricht bei festem Hammerschlag splittrig-muschelig.
Die hellbraune Flecken sind vorwiegend umgewandelter Glaukonit, evtl. etwas ehem. Pyrit.
Das Fundstück ist nur schlecht gerundet.
Es wird sich um sog. "Glaukoquarizt" handeln, ein Gestein, das im Werdenfelser Land (z.B. Langer Kögel im Murnauer Moos) früher in grossen Massen gewonnen
und verbreitet in Oberbayern als Bahnschotter eingesetzt wurde.
In ganz frühen Karten wurde das Gestein fälschlicherweise als Basalt angesprochen.
Dies ist nicht verwunderlich, da es einem Basalt auf den ersten Blick sehr ähnlich sieht.


Grünsandstein Glaukoqaurzit

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