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Allgemeines zu Gesteinskunde und Herkunft der Geschiebefracht der Isar
Die Gesteinsfracht der Isar, korrekt als Gerölle oder
Geschiebe bezeichnet, stammen
aus dem Einzugsgebiet der Isar sowie ihrer Zuflüsse.
Also überwiegend
aus den nördlichen Kalkalpen, aber auch
aus den Zentralalpen und aus der
nördlichen Voralpenzone.
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Aufbau dieser Website:
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Herkunft der Kieselsteine
Die Schotterkörper im Oberlauf der Isar bestehen vorwiegend aus Erosionsprodukten der Kalkalpen des Einzugsgebietes der Isar. Mit fortschreitender Transportweite nimmt aufgrund des Abriebes der Korndurchmesser der Steine zunehmend ab. In Süden von München schneidet sich die Isar in die harten Nagelfluhbänke und Deckenschotter ein, welche auch im Hinblick auf den Kristallingesteinsanteil, als wichtige Geschiebelieferanten auftreten. Die Schotterbänke der Isar sowie die eiszeitlichen (pleistozänen) Schotter der Münchner Ebene (ein " glazifluviatiler", also aus Schmelzwasserflüssen gebildeter, Schuttfächer mit hohem Rundungsgrad) enthalten Material der Schmelzwasserinhalte aufgearbeiteter Moränen sowie früheres Schottermaterial (der Riss- u. Mindeleiszeit) von Isar- und Inngletscher. Die Gletschervorstösse reichten in den letzten Eiszeiten bis weit ins Alpenvorland. Die Herkunft der Gesteine, die aus den Moränen stammen, kann aufgrund der glazialen Herkunft bis in die Gegend von St. Moritz verfolgt werden. Siehe:
<Transportweg des Inngletschers>.
Der Schotterkörper der Münchner Schiefen Ebene liegt heute vorwiegend als würmzeitlicher Niederterrassenschotter vor, nur an wenigen Stellen (z.B. zwischen Berg am Laim und Ismaning) widerstand älterer Hochterrassenschotter der Abtragungswirkung der würmzeitlichen Schmelzwasserfluten. Die Skizze zeigt die Endmoränenzüge der maximalen Ausdehnung der Gletscherzungen in der Würmeiszeit und der Risseiszeit sowie angedeutet den Transportweg des Moränenmateriales. Seit dem Ausbau der Isar zum Ende des vorletzten und im Verlaufe des letzten Jahrhunderts (z.B. Sylvensteinspeicher), findet praktisch kein natürlicher Neueintrag von Geschiebematerial mehr statt. |
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Herbstliche Inversionswetterlage. Der Isargletscher hätte dem Betrachter vor ca. 15000 Jahren einen ähnlichen Eindruck vermittelt wenn er auf dem Seekargipfel stehend in Richtung Nordwest ins Isartal hinausgesehen hätte. Zu dieser Zeit waren hier grosse Flächen der Voralpen und des Voralpenlandes von den Eismassen eines Gletschers bedeckt. (Rechter Anteil des Panoramabildes: Blick nach Nordwest, rechts der Geierstein, dann das Isartal bei Lenggries, der Blomberggipfel ist ganz klein im Hintergund erkennbar, und mittig, etwas links versetzt die Benediktenwand. Linker Bildanteil: Blick nach Südwest Richtung Jachenau und Isarwinkel. ) Aufnahme vom 24.10.12 bei ausgeprägter Inversionswetterlage (unten kalt und oben warm). Der dichte Nebel endet abrupt bei einer Höhe von ca. 1000m. |
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Geröllform
Der Gerölltransport ist Ursache für die An- und Abreicherung von Gesteinen unterschiedlicher Zusammensetzung. Kriterien hierfür sind die Festigkeit, Verwitterbarkeit und Löslichkeit des Gesteinsmaterials. Aus diesem Grunde werden brüchige und sonst leicht zerstörbare Gesteine flussabwärts rasch aus dem Schotter verschwinden. Nur widerstandsfähige Gesteine liefern Gerölle, die längere Zeiträume bestehen können. Es ist dabei weniger die Härte, als vielmehr die Zähigkeit massgebend, ob ein Geröll ausgebildet wird das beständig ist. Zu unterscheiden sind die zwei voneinander unabhängigen Parameter Geröllform (Gestalt) und Abrundungsgrad > > weiter im Text, Erläuterungen, Details zur Formung von Kieselsteinen Abbildung oben: Geröll mit fast perfekter Ellipsoid - Form. |
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spröde Deformation:
Bruchstruktur
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(Klein)
Tektonik
Die Alpen sind durch die relative Nord (west) bewegung des Südkontinentes Gondwana, bzw. der vorgelagerten Adriatischen Platte in Richtung Eurasische Kontinentalplatte entstanden. Die dadurch bedingten Deformationsstrukturen im Gebirge sind nicht nur in den über viele Kilometer sich erstreckenden Grossfalten und Überschiebungen nachweisbar sondern oft auch bis in den kleinsten Bereich in den Kieselsteinen " eingefroren ". Je nach Tiefenlage und Temperatur zum Zeitpunkt der Einwirkung der tektonischen Kräfte sind spröde Bruchstrukturen oder plastische Fliess- und Faltenstrukturen im Gestein ausgebildet. |
plastische Deformation:
Faltenstruktur
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Versteinerungen
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Fossilien
Mit etwas Glück kann man Fossilien, (Versteinerungen), bzw. deren Abdrücke finden. Besonders (makro-)fossilreich sind neben Gesteinen der Kössener Schichten, Riffkalke der oberen Trias, der Allgäuschichten(=Liasfleckenmergel) sowie manche Gesteine des Helvetikum und der Molasse. Hier als Beispiel (Bild links) Gerölle mit Korallen (rechts im linken Bild) und Muschelschalen (links und unten) Alter: Triaskalke der nördlichen Kalkalpen |
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" Krater "
auf der Steinoberfläche
Auf geschotterten Wegen und in Kiesabbauen findet man häufig Kalkausscheidungen auf der Steinoberfläche. Schotterkörper werden von kalkhaltigen Grund- und Sickerwässern durchströmt. Der gelöste Kalk fällt in den Zwischenräumen zwischen den Kieseln aus. Schreitet dieser Prozess voran, d.h. werden die Hohlräume immer mehr durch diesen calcitischen Zement ausgefüllt, so verfestigt sich der Schotter. Es bildet sich ein Konglomerat. Direkt an den Berührungsflächen der einzelnen Gesteine kann kein Kalk ausfallen, so dass runde Löcher ausgespart bleiben welche teilweise durch Drucklösung noch eingetieft sein können. |
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Stratigraphie (Schichtenfolge)
Die auf der Seite Sedimentgesteine beschriebenen Kiesel aus den Nördlichen Kalkalpen und nördlich anschliessender Gebiete wurden im Mesozoikum und Känozoikum abgelagert. Sie sind soweit dies möglich ist in chronologischer Reihenfolge aufgelistet. Die für die zeitliche Gliederung verwendeten geologischen Begriffe (z.B. Tertiär, Trias, Skyth, Anis, Ladin , Rät usw.) sowie die grobe zeitliche Einordnung finden sich in der <Stratigraphischen Tabelle>. |
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Sedimentgesteine
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Gesteinsbilder
Die abgebildeten Flusskiesel sind aufgeteilt auf die Seiten -> Sedimentgesteine und -> Kristallingesteine . Die Sediment- oder Ablagerungsgesteine entstammen vorwiegend den Nördlichen Kalkalpen aus dem Einzugsgebiet der Isar und sind meist Kalke. Die Kristallin- bzw. metamorphen Gesteine entstammen vorwiegend den Zentralalpen und sind meist Gneise. Sie wurden mit dem Gletschereis herangeschafft und machen ca. 15 % des Schottermaterials aus. |
Metamorphe Gesteine
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Klassifikationshinweis:
Die Bestimmung einer grösseren Anzahl charakteristischer
Kieselsteine ist relativ einfach möglich,
die korrekte Zuordnung vieler anderer Flusskiesel ist aber
nicht so einfach durchzuführen.
Der Grund dafür ist, dass zu unterschiedlichen Zeiten ähnliche Ablagerungs- bzw. Bildungsbedingungen vorherrschten, welche darum zur Bildung sehr ähnlicher Gesteine geführt haben. Dies trifft z.B. auf die grosse Gruppe der mehr oder weniger " grauen Alpenkalke " aus der Trias zu. Für die genaue Bestimmung bzw. der stratigraphischen Zuordnung bedarf es petrographischer und paläontologischer Methoden wie z.B. mikropaläontologische Auswertung des Fossilinhaltes, mikroskopische bzw. polarisationsmikroskopische Untersuchung des Mineralbestandes sowie chemische Analysen. Fotos: Die Durchschnittsgrösse der abgebildeten Kieselsteine ist ca. 5 cm (+/- einige cm). |
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Sedimentgesteine,
Kalksteine und Sandsteine aus den Nördlichen Kalkalpen und dem Alpenvorland
Kristallingesteine, Steine aus den Zentralalpen und besondere Funde Impressum, sowie Literaturhinweise, Links, Copyright und Dank |
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